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Auf den Hund gekommen ...

 
…bin ich eher zufällig. Natürlich fand ich Hunde immer schon faszinierend und beneidete mitunter andere Menschen um deren vierbeinige Gefährten, fasste aber nie den ernsthaften Gedanken, mich selbst einer so großen Verantwortung zu stellen. Bis, ja bis eines Tages mein Mann von seinem Kindheitstraum, einen Hund zu besitzen, berichtete. Das war 2004. Wir waren gerade im Begriff, ein Häuschen auf dem Maifeld zu erwerben und nach kurzer Zeit zog Welpe "Paul", ein blonder Hovawart, mit uns gemeinsam dort ein. Als gewissenhafter Mensch hatte ich natürlich im Vorfeld viele Erziehungsratgeber gelesen, um auf den Umgang mit unserem Vierbeiner vorbereitet zu sein.
Vor welche Aufgaben uns ein Hund dieser territorialen, wenig unterordnungsbereiten Rasse stellen würde, war uns jedoch völlig unklar – schließlich waren wir beide in Sachen Hund unerfahren und hatten, wie viele andere, beim Kauf recht blauäugig in erster Linie nach der Optik entschieden.
Auch die Tatsache, dass aus niedlichen 10 einmal 50kg werden sollten, beschäftigte uns zunächst nicht so sehr. Als der Besuch einer Welpengruppe nach einigen Wochen endete, war ich erst einmal im Ungewissen darüber, wie es denn nun mit "Paul" und mir weitergehen sollte.

Sicherlich war mir bewusst, dass ich weiterhin mit meinem Tier würde arbeiten müssen und wollen. Klar war aber auch, dass ich mit traditionellen Hundeschulen und dem Prinzip von Befehl und Gehorsam nichts anfangen konnte. Durch Zufall lernte ich dann eine Hundeerziehungsberaterin kennen, die mein Bild von Hunden, deren Bedürfnissen und dem Umgang mit ihnen völlig auf den Kopf stellte. Solchermaßen inspiriert, arbeitete ich fortan mit "Paul" nach der Philosophie von Jan Nijboer.

"Ole", ein sieben Monate alter Vizslarüde, folgte auf "Paul". Die Entscheidung für diesen Junghund war rückblickend nicht wesentlich durchdachter als die für den ersten, und so kamen mit "Ole" erst richtige Probleme ins Haus. Aufgrund mangelnder Sozialisation und fehlender Erziehung entpuppte er sich schnell als angst-aggressiver, mit seiner Umwelt völlig überforderter Hund. Dieses Verhalten steigerte sich trotz großer Bemühungen unsererseits mit zunehmendem Alter. Begegnungen mit anderen Hunden, speziell an der Leine, endeten stets in lautem Chaos.
Aus Angst vor einem Zusammentreffen mit Artgenossen vermieden "Ole" und ich demzufolge deren Nähe. Der Leidensdruck war irgendwann so groß, dass ich resignierte. Ich wandte mich ab, zog mich aus der Beziehung zu meinem Hund zurück und ließ alles nur noch laufen. Einfach losgehen, den Hund ableinen, und auf den ersten Blick keine Probleme mehr haben. Meine Abkehr jedoch vergrößerte die bestehende Problematik letztendlich nur noch mehr. Schließlich fasste ich den Entschluss, selbst eine Ausbildung bei Jan Nijboer zur Hundeerziehungsberaterin zu machen.
Ich wollte verstehen, warum mein Tier mit so großen Schwierigkeiten durch das Hundeleben geht und lernen, wie ich ihm eine echte Hilfe und Partnerin sein könnte. Endlich erkannte und begriff ich, was bereits die Hundeerziehungsberaterin Jahre zuvor gesagt hatte. "Ole" und ich begannen also von vorne und erzielten alsbald – sehr zu meiner Freude – Fortschritte. Wäre "Ole" mit seiner für alle Seiten belastenden Problematik nicht gewesen, hätte es wohl keinen Anlass für mich gegeben, diese Ausbildung zu machen - und so bin ich ihm letztendlich zu Dank verpflichtet. Die Arbeit und das Leben mit ihm waren wirklich sehr bereichernd.
Bei unserem nächsten Hund wollten wir nun endlich alles richtig machen. Dies begann bereits bei der wohlüberlegten Wahl der Rasse und des entsprechenden Züchters. Es sollte ein Whippet werden. Das war uns nach dem sorgfältigen Studium vieler Bücher über Hunderassen und der Beobachtung sowie dem persönlichen Kontakt zu unzähligen Vierbeinern klar.
Den Züchter ( >>www.koseilatas.de) lernten wir nach dem entscheidenden Tipp einer Kollegin Monate, bevor überhaupt feststand, welche seiner Hündinnen gedeckt werden sollte, kennen. So konnten wir unsere Entscheidung für einen Whippet noch einmal ausführlich in der Praxis überprüfen.
Die Chemie mit dem Züchter stimmte und auch das Umfeld machte einen sehr guten Eindruck. So zog Anfang 2013 unsere Langnase "Cato" bei uns ein. Die lange Wartezeit hatte sich gelohnt. Ein echter Glücksfall!